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IT-Abteilung: GMSH goes digital

Viele GMSH-Beschäftigte arbeiten seit März im Homeoffice. Das gilt jedoch nicht für den Geschäftsbereich IT und Organisation. Dort arbeiten die meisten weiter im Büro, betreuen die Server und richten möglichst viele mobile Arbeitsplätze ein, damit die GMSH weiterarbeiten kann. Dr. Morten Weidemann, Leiter der IT-Abteilung, erzählt, wie sich die Arbeit in seinem Bereich verändert hat.

Wie viele Beschäftigte haben vor der Krise in Wohnraumarbeit und mobil gearbeitet, wie viele sind es jetzt?

Ende Februar hatten wir ca. 350 Wohnraum- und mobile Arbeitsplätze. Seit dem 2. März haben wir bei unserem IT-Dienstleiter Dataport, der für alle öffentlichen Einrichtungen zuständig ist, 333 weitere sogenannte Token mit Zugangsberechtigungen zum Landesdatennetz beantragt. Dataport liefert täglich 10 bis 20 Token und wir versuchen dann, diese Geräte so schnell wie möglich zu verteilen.

 

Wie gehen Sie dabei vor?

Jetzt im Krisenmodus ist das vorrangige Ziel, diejenigen aus den operativen Bereichen mit Wohnraumarbeitsplätzen oder mobilen Arbeitsplätzen auszustatten, die mit unbedingt notwendigen Aufgaben betraut sind. Diese Kernaufgaben hat die oberste Führungsebene festgelegt. Aus jedem Geschäftsbereich hat die IT-Abteilung die jeweiligen Personen gemeldet bekommen.

 

Was bedeutet das für Ihren Geschäftsbereich?

Wir statten diese an uns gemeldeten Beschäftigten nun sukzessive mit der Hardware aus. Gleichzeitig muss der gesamte IT-Bereich weiterarbeiten, da alle Fachverfahren und die gesamte Infrastruktur weiterhin genutzt werden und darum auch entsprechend betreut werden müssen. Das funktioniert aber auch aus der Ferne.

 

Was sind aktuell Ihre größten Herausforderungen?

Zum einen gibt es mittlerweile Lieferengpässe bei Notebooks und bei den Token, die für die Verschlüsselung benötigt werden. Zum anderen gibt es natürlich auch technische Herausforderungen: Das Thema AutoCAD aus der Ferne ist nicht trivial und beschäftigt uns schon lange. Das versuchen wir nun, unter Hochdruck zu lösen.

 

Gibt es eigentlich Unterschiede zwischen den Arbeitsplätzen im Büro und den Wohnraum- bzw. mobilen Arbeitsplätzen?

Ja, diese Arbeitsplätze waren schon immer etwas Besonderes, weil nicht alle Anwendungen auf dem Terminalserver zur Verfügung stehen. Auch eine persönliche Betreuung am Arbeitsplatz ist zu Hause nicht möglich. Damit sind für die Beschäftigten natürlich Einschränkungen verbunden, an die sie sich erst einmal gewöhnen müssen.

 

Privat nutzt man ja auch verschiedene Kommunikationsplattformen wie Zoom, Skype usw. inwiefern können die bei unserer Arbeit eine Rolle spielen?

Einige dieser Plattformen erfüllen nicht die Sicherheitsanforderungen, die für uns als Landeseinrichtung gelten. Genauso wie z. B. sensible Baupläne nicht öffentlich gemacht werden dürfen, dürfen auch die Gespräche darüber nicht öffentlich sein. Und das kann bei vielen dieser Programme leider nicht verhindert werden. Uns ist aber natürlich bewusst, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Lösungen brauchen. Was jetzt bereits möglich ist, sind ja klassische Telefonkonferenzen und Webkonferenzen. Bei den Webkonferenzen kann man auch Dokumente teilen. Darüber hinaus testen wir aktuell in ausgewählten Bereichen das Dataport-Produkt dMessenger, das so ähnlich wie z.B. WhatsApp funktioniert.

 

Interview vom 4. April 2020 mit Dr. Morten Weidemann, Leiter des Geschäftsbereiches IT und Organisation

Profilbild von: Natali Fricke

Autor/in

Natali Fricke

Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit