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Labor Neubau sucht Team

Während seiner letzten Projektzeit arbeitete Mathias Lange mit sieben unterschiedlichen GMSH-Fachgruppen und vier externen Büros zusammen. Die letzten Jahre hat er das neue Seminar- und Laborgebäude für die Agrarwirtschaft der Fachhochschule Kiel koordinieren. Was für ihn an dem Projekt besonders war, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Startschuss für die Erweiterung des Fachbereichs war im März 2015. Unser Projektleiter Mathias Lange hat das Bauvorhaben koordiniert. Er ist einer von fünf Projektleitungen im Geschäftsbereich Landesbau, die für Bauprojekte mit Laboreinheiten zuständig sind. Er ist seit knapp zehn Jahren bei der GMSH und hat in dieser Zeit bereits einige Labore realisiert. Er bildet sich regelmäßig weiter, denn mit der Komplexität der geforderten Einrichtung steigen auch die baulichen Anforderungen an die technischen Anlagen und die Gebäudekonstruktion.

Viele Fragen

Gemeinsam mit der FH Kiel hat Mathias Lange in den darauffolgenden sechs Monaten die Anforderungen an das gewünschte Gebäude definiert. Dabei wurden viele Grundsatzfragen geklärt:

  • Welche Laborelemente und Geräte werden gebraucht und wie sollen die Studierenden daran arbeiten – in Kleingruppen oder jeder für sich?
  • Mit welchen Materialien wird gearbeitet? Muss es dafür besondere Absauganlagen geben oder sogar Explosionsschutz?
  • Wie sind die Arbeitswege zwischen den Laboren?
  • Welche Versorgungsleitungen werden benötigt? Dazu zählen nicht nur Wasser und Strom, sondern auch Gase.
  • Wird ein weiterer Seminarraum gebraucht? Sanitäranlagen?

Während der Analysephase legte Mathias Lange besonders viel Wert auf eine respektvolle und partnerschaftliche Kommunikation auf Augenhöhe.

Infos zur FH Kiel

Der Fachbereich Agrarwirtschaft der FH Kiel ist in Osterrönfeld angesiedelt. Die dortigen Gebäude waren 1969/70 für 200 Studierende gebaut und seitdem nicht modernisiert worden. In den Evaluationsergebnissen der letzten Jahre kritisierten die Studierenden immer wieder die zu engen Räume und veralteten Labore. Berechtigterweise, denn aktuell studieren über 500 Personen in Osterrönfeld.

Komplexe Anforderungen

Im nächsten Schritt mussten die Bedarfe zu einem Raumprogramm zusammengesetzt werden. Auf Grund der geforderten Multifunktionalität des Gebäudes und der damit einhergehenden komplexen Planungsanforderungen, insbesondere der Labor- und Lüftungstechnik und der Gebäudeautomation, entschieden wir uns, die Planung der technischen Ausrüstung in Eigenleistung zu erledigen. Dafür sprachen besonders folgende Kriterien: die verfahrensfreie Beauftragung der eigenen Planungsabteilung sowie deren verfahrenssichere und routinierte Umgang mit dem öffentlichen Vergaberecht. Auch die kürzeren Kommunikationswege und der persönliche Kontakt untereinander war entscheidend. Denn Mathias Lange arbeitete während der gesamten Projektzeit mit sieben unterschiedlichen GMSH-Fachgruppen und vier externen Büros zusammen:

  • Fachgruppe Technische Ausrüstung Kiel: Fachplanung und Bauausführung
  • Fachgruppe Ingenieurbau: Fachplanung und Bauausführung
  • Fachgruppe Ingenieuraufgaben: Fachplanung Vermessung und Freianlagen
  • Fachgruppe öffentliches Baurecht: öffentlich-rechtliche, baurechtliche Genehmigungen und Abnahmen
  • Fachgruppe Zentrale Beschaffungsstelle: Beschaffung von freiberuflichen Leistungen, Vertragserstellung
  • Fachgruppe Bauhaushalt: haushälterische Abrechnung der Maßnahme, Buchung und Zahlung von Rechnungen
  • Fachgruppe Ausschreibungskoordination: formale Abwicklung, Koordination der Vergabeverfahren für Bauleistungen

Dazu kamen noch externe Schnittstellen zu einem Architekturbüro, zur Tragwerksplanung, zur Bauphysik und zum Brandschutz. Eine Zusammensetzung, die für Bauprojekte normal ist, jedoch mit der Individualität des Gebäudes variiert.

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Erfahren Sie im Beitrag "Komplexe Gebäude meistern" alles zum fertigen Seminar- und Laborgebäude der FH Kiel.
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