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Studis vom Semesterprojekt geschockt

Großes Interesse, leuchtende Augen, aber auch Fragezeichen im Kopf. Tarik Özdemir war geschockt, als er hörte, dass er und die anderen Studierenden einen Film drehen sollen.

Jedes Jahr starten circa zehn junge Leute ein duales Studium bei uns. Während der GMSH-Erstitage müssen unsere Neulinge ihre Teamfähigkeit, ihre Kreativität und ihr fachliches Know-how mit einem Semesterprojekt unter Beweis stellen. Mit diesem Projekt hat jedoch keiner des 2019er Jahrgangs gerechnet.

Einen Film zu drehen war Neuland für mich. Umso motivierter war ich natürlich, Neues zu erlernen und gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen ein tolles Ergebnis zu liefern.

Tarik Özdemir

Für das Projekt hatten wir die Firma Kreuzweise, bestehend aus zwei jungen Filmemachern, gebucht. Ihr Spezialgebiet: in vier Tagen einen fertigen Film produzieren. Wer nun denkt, dass das Filmteam alles gemacht hat – liegt falsch. Kreuzweise hat nur Grundlagen vermittelt und begleitet. Drehbuch schreiben, filmen und schneiden haben unsere Studierenden selbst übernommen.

Vier Tage bis zum fertigen Film

Vier Tage begleitete Kreuzweise uns. Man bedenke, die Studierenden kannten sich gerade einmal ein paar Tage. Innerhalb dieser vier Tage entwickelte sich aus der Gruppe ein Team, das eine unvergessliche Zeit mit viel Spaß und einer dynamischen Zusammenarbeit erlebte. Anfangs skeptisch, diese große Aufgabe erfüllen zu können, waren am Ende alle von dem tollen Projekt begeistert und zu Recht stolz auf ihre Ergebnisse.

  • Tag 1: Konzept

    Zuerst mussten die Ziele des Films geklärt werden und welches Publikum damit angesprochen werden soll. Die Studierenden wurden in Gruppen eingeteilt, sodass schnell klar wurde, dass drei kurze Filme entstehen. Zusammen mit der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit fixierten die Studierenden die Themen: Hochschule, Arbeitswelt und Freizeit. Drei Themen, die dual Studierende im täglichen Leben bewegen. Am Abend des ersten Workshops standen Drehbücher mit allen Szenen und Locations fest. Mit einer abschließenden Einweisung in das Equipment endete der Tag.

  • Tag 2: Drehtag

    Zwei Tage später war schon der Drehtag. In der Zwischenzeit hatten die Studierenden ihre Locations abgefahren, Drehgenehmigungen für eine GMSH-Baustelle, an der Hochschule Kiel und am Kieler Bootshafen eingeholt. Sie organisierten Interviewpersonen, schrieben Sprechertexte und machten sich mit dem Filmequipment vertraut. Ausgerüstet mit einem Firmenwagen hieß es: Gas geben und Kamera ab. Jedem Team stand ein kompetenter Kameramann beratend zur Seite. Mikrofon, Lichtdefuser und Kamera mussten die Studierenden jedoch selbst bedienen.

  • Tag 3 und 4: Schnitt

    Gewappnet mit großen Schnitt-Monitoren und leistungsstarken Computern rückte die Firma Kreuzweise für die letzten beiden Tage an. Hunderte Megabyte an Filmmaterial sind am Drehtag entstanden. Nun mussten die schönsten Szenen gefunden werden, damit diese mithilfe eines Schnittprogramms zu einem Film zusammengesetzt werden. Viele Sequenzen lagen mehrfach vor, da man sich beim Sprechen verhaspelt hatte oder die Stimme zu nervös klang. Das Programm zu bedienen war nicht schwierig, aber die vielen einzelnen Videos zu sichten und sekundengenau aneinanderzulegen beanspruchte viel Zeit. Nicht zu vergessen Farbtonkorrekturen, Soundeffekte und Texte wurden ebenfalls integriert. Am Ende des letzten Tages präsentierten die Studierenden ihre Filme stolz ihrer Ausbildungsleitung.

Team Freizeit

Wir haben Tarik Özdemir aus dem Team Freizeit zu dem spannenden Semesterprojekt interviewt und nachgefragt, warum er sich für ein duales Studium entschieden hat.
 

Warum haben Sie sich für ein duales Studium im Bauingenieurwesen entschieden?

Mein Interesse an der Baubranche war schon immer sehr ausgeprägt. Daher war für mich klar, eine Weiterbildung in dem Bereich zu suchen, um im Berufsleben mehr zu erreichen. Da ich eher ein Praktiker bin, entschied ich mich für ein berufsbegleitendes Studium. So habe ich die Möglichkeit, das Erlernte an der Hochschule direkt im Berufsalltag einzusetzen. Ein sehr guter Bekannter der Familie, der bereits bei der GMSH arbeitet, hat mich auf die GMSH aufmerksam gemacht und so kam eins zum anderen.
 

Was hat Ihnen an dem Filmprojekt besonders gut gefallen?

Die Zusammenarbeit mit meinen neuen Kolleginnen und Kollegen hat mir sehr viel Spaß gemacht. Wir waren zu Anfang sehr skeptisch, da wir uns untereinander eigentlich zu dem Zeitpunkt kaum kannten. Aber nichtsdestotrotz haben wir alle an einem Strang gezogen und das Ziel vor Augen nicht verloren. Meiner Meinung nach hat uns unsere Ausbildungsleitung Frau Tavernier in diesem Zusammenhang einen riesen Vertrauensvorschuss gegeben. Es hätte auch nach hinten losgehen können, sodass die Ergebnisse nicht zufriedenstellend gewesen wären. Ich denke, dass wir Frau Tavernier stolz gemacht haben.

 

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Profilbild von: Natali Fricke

Autor/in

Natali Fricke

Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit